Hilfe bei Heiserkeit

Die Ursachen für Heiserkeit sind vielfältig: lautes Reden und starkes Rauchen können ebenso zu Heiserkeit führen wie eine Erkältung. Alles was sich strapaziös auf den Kehlkopf und die Stimmlippen auswirkt kann auch ein Kratzen in der Stimme und Schmerzen beim Schlucken und Sprechen hervorrufen.

Schonung der Stimmorgane

Sollten Sie unter Heiserkeit leiden, ist es zunächst wichtig, dass Sie Ihre Stimmlippen schonen. Das bedeutet, dass Sie so wenig wie möglich reden sollten und wenn Sie reden, nicht flüstern, da hierbei die Stimmlippen unter wesentlich größerer Anspannung stehen, als beim normalen Sprechen. Unterlassen Sie es auch, sich ständig zu räuspern, da hierbei die Schleimhäute stark aufeinander reiben. Zur Schleimlösung husten Sie lieber gelegentlich kräftig und schlucken Sie zwischendurch. Eine gerade Körperhaltung kann dazu beitragen, dass Sie vernünftig atmen und sich die Atmungs- und Sprechmuskulatur entspannen kann.

Feuchtigkeit für die Schleimhäute

Versorgen Sie Ihre Schleimhäute mit ausreichend Feuchtigkeit. Dies kann zum einen über die Luft erfolgen, indem Sie ein nasses Tuch oder eine Schüssel mit Wasser auf die Heizung legen. Die Flüssigkeit verdampft und sammelt sich in der Luft. Geben Sie dem Wasser noch einige Tropfen Pfefferminz-, Thymian-, Fichtennadel- oder Lavendel-Öl bei, können diese ätherischen Öle zusätzlich eine antibakterielle, antivirale, schleimlösende und entspannende Wirkung erzeugen.

Die richtige Wahl bei Essen und Getränken

Auch in Form von Speisen und Getränken sollten Sie viel Flüssigkeit zu sich nehmen. Am effektivsten ist es, einige Fastentage mit Suppe und Tee einzulegen. Wer das nicht möchte oder bei wem die Heiserkeit länger als zwei, drei Tage anhält, sollte auf zu kalte Getränke und Alkohol, sowie scharfe Gewürze in seinen Speisen verzichten.

Hausmittel gegen Heiserkeit

Gurgeln mit Salzwasser oder Salbeitee beruhigt und desinfiziert die Stimmorgane und auch das Inhalieren von Salzwasserdampf oder eine Kamillenlösung kann die Heiserkeit lindern. Unterwegs helfen Bonbons oder Pastillen mit Salbei und nachts kann ein Taschentuch mit Eukalyptusöl beträufelt neben dem Kopfkissen Linderung verschaffen. Natürlich ist es auch stets wichtig, dass Sie ihren Hals gut wärmen. Unterwegs und im Alltag sollten Sie daher stets einen warmen Schal oder zumindest ein dickeres Halstuch tragen und einmal täglich eine Kartoffelwickel anwenden.

Anhaltende Heiserkeit ernst nehmen

Sollte trotz dieser Maßnahmen die Heiserkeit nach spätestens zwei Wochen nicht verheilt oder nach einigen Tagen nicht noch weitere Erkältungssymptome aufgetaucht sein, wird dringend empfohlen, sich an einen Hals-Nasen-Ohrenarzt zu wenden, da anhaltende Heiserkeit auch ein Symptom für ernsthafte Erkrankungen sein kann.