Erkältet in die Sauna?

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Dass Saunabesuche unser Immunsystem stärken und so Erkältungen vorbeugen können ist allgemein bekannt. Durch die Hitze in der Sauna und dem abrupten Abkühlen danach werden dem Körper Symptome eines Fieberschubes simuliert, wodurch er vermehrt Abwehrzellen bildet. Besonders bei Erkrankungen des Stoffwechsels, des Herz-Kreislauf-Systems und Blutdruckbeschwerden können Saunagänge eine positive Wirkung haben.

Heilende Saunagänge?

Wie aber ist es, wenn man sich bereits eine Infektion eingefangen hat? Können Saunagänge nicht nur eine präventive, sondern auch eine heilende Wirkung haben? Die klare Antwort lautet hier: Nein. Im Gegenteil, der Hitze-Kälte-Wechsel stellt eine zusätzliche Belastung für das bereits angegriffene Immunsystem dar, wodurch die Erkrankung noch schlimmer werden kann. Durch den Stress, dem der Körper bei Saunagängen ausgesetzt ist, wird das Immunsystem geschwächt und kann nicht mehr effektiv gegen die Krankheitserreger vorgehen.

Perfektes Klima für Keime und Bakterien

Auch bei ersten Vorboten einer Erkrankung sollte bereits auf Saunagänge verzichtet werden, da sich Bakterien in der heißen Luft besonders schnell vermehren können und die Krankheit dann erst recht ausbricht. Aus demselben Grund sollte man (öffentliche) Saunabesuche auch seinen Mitmenschen zu Liebe unterlassen. Durch die warme Luft in den Saunaräumen und dem feuchten Klima in den Beckenbereichen herrschen ideale Bedingungen für Viren und Bakterien, wodurch eine besonders hohe Ansteckungsgefahr besteht. Wenn eine erkrankte Person in der Sauna beispielsweise niest, können die mit dem Nieser ausgeschütteten Bakterien überdurchschnittlich lange in der warmen und feuchten Luft überleben. Daher sollten Sie Besuche in der Sauna zu Ihrem eigenen Wohle und dem Ihrer Mitmenschen so lange unterlassen, bis alle Symptome vollständig abgeklungen sind. Nach erfolgreicher Genesung können Sie vorsichtig wieder mit dem Saunagehen beginnen und Ihr Immunsystem wieder aufpäppeln.